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Biobrennstoffe

Biobrennstoffe

Energie aus nachwachsenden Rohstoffen

Biogene Brennstoffe sind biologisch-organischer Herkunft. Sie können damit sowohl pflanzlichen Ursprungs als auch ein Produkt von Gärung oder Faulung organischen Materials sein. Je nach Brennstoff unterscheiden sich die chemischen und physikalischen Eigenschaften erheblich – so sind einige Stoffe bei Zimmertemperatur fest, andere flüssig oder gasförmig.

Typische Biobrennstoffe sind:

  • Rapsöl
  • Sojaöl
  • Palmöl
  • Biodiesel
  • Biogas
  • Bio-Erdgas
  • Klärgas
  • Gas aus Biomasse-Vergasung
  • Holzstaub

Allen gemein sind ein hoher Heizwert von mehr als 15 MJ/kg (15 MJ/m³) und die neutrale CO2-Bilanz bei der Verbrennung. Wurde Klärgas oder Biogas zuvor unkontrolliert freigesetzt, kann eine thermische Nutzung das Klima noch stärker entlasten: Diese Gase enthalten viel klimaschädliches Methan, das bei der Verbrennung in CO2 umgewandelt wird.

Auch wenn die Verbrennung von Rapsöl, Sojaöl oder Biodiesel größtenteils analog zum Einsatz von Leicht- oder Schweröl funktioniert, stellt jeder einzelne Brennstoff die Feuerung vor eine besondere Herausforderung: Alle Stoffe unterscheiden sich im Heizwert, dem Stockpunkt, der Viskosität und der Zündwilligkeit. Weil Palmöl bei Zimmertemperatur fest ist, muss es – je nach eingesetztem Brenner – mehr oder weniger vorgewärmt werden, um es fördern und zerstäuben zu können.

Darüber hinaus enthalten die meisten biogenen Flüssigkeiten einen gewissen Anteil an freien Fettsäuren, die sehr korrosiv wirken. In diesem Fall müssen alle brennstoffberührten Teile aus Edelstahl bestehen.

Die biogenen Gase weichen ebenfalls stark voneinander ab. Sie enthalten entweder überwiegend Wasserstoff oder überwiegend Methan als brennbare Komponente. Zusätzlich enthalten sie Stickstoff und können generell in ihrer Zusammensetzung stark schwanken. Diese schwankende Zusammensetzung in Verbindung mit einem diskontinuierlichen Anfall des Gases erfordert die exakte Überwachung des Heizwerts sowie die präzise und schnelle Mengenregelung von Luft, Biogas und weiteren Brennstoffen.

Neben der Drallbrenner-Serie SSB oder der Dampfdruckzerstäuber-Serie DDZG können für die Verbrennung biogener Brennstoffe auch die Drehzerstäuber-Serien SKVG und SKVG-A verwendet werden. Die Druckzerstäuber-Serien SAACKE EUROTHERM und TEMINOX GLS bieten sich an, wenn neben dem Biogas leichtes Heizöl als zweiter Brennstoff dienen soll.

Übrigens: Während Holzpellets inzwischen ein etablierter biogener Brennstoff sind, wird Holzstaub an dieser Stelle meist übersehen. Gleichwohl lässt sich gemahlenes Holz einfach, sauber und sehr effizient verwerten. Hier kommt die Drallbrenner-Serie SSB-D zum Einsatz: Sie bietet neben besonders geringen Emissionen und einem großen Regelbereich auch die Möglichkeit, weitere Brennstoffe zu verwerten.

Welcher Brenner auch zum Einsatz kommt – eine Entscheidung für biogene Brennstoffe ist immer eine Entscheidung für eine ausgeglichene CO2-Bilanz und eine sichere Wärmeversorgung in Zeiten schwankender Brennstoffmärkte.