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COSCO und SAACKE vereinbaren Kooperation zur Flottenausrüstung mit Abgasreinigungsanlagen

Scrubber-Auslieferungen unter dem Namen COSAACKE

SAACKE Marine Systems erzielt mit seinem Exhaust Gas Cleaning System (EGCS) für den IMO-konformen Schiffsbetrieb mit Schweröl gemäß geltender sowie künftiger globaler Emissionsgrenzwerte einen weiteren Erfolg. Mitte April unterzeichnete der Bremer Spezialist für Feuerungstechnologie und thermische Prozesse eine Kooperationsvereinbarung mit der COSCO Heavy Industry Co., Ltd., der Industriesparte der China Ocean Shipping Company (COSCO). Diese umfasst die Produktion von Abgasreinigungsanlagen für alle Schiffstypen und gilt ab sofort. Diese werden unter dem Projektnamen COSAACKE ausgeliefert. COSCO zählt zu den größten Reedereien der Welt. Damit gelang SAACKE ein weiterer wichtiger Schritt auf dem asiatischen Markt, der durch seine bedeutende Rolle im Schiffbau großes Potenzial für die Abgasreinigungs-Technologie im Rahmen von Neubauten sowie Retrofits birgt.

Bereits vor einigen Jahren setzte die International Maritime Organization (IMO) eine schrittweise Senkung des Schwefelanteils in Abgasen von 0,1 Prozent in den Emission Control Areas (ECAs) sowie den Häfen der EU durch. Weltweit wird das Limit außerhalb der ECAs ab dem Jahr 2020 auf 0,5 Prozent reduziert. Diese Vorschriften fordern Betreiber und Reedereien zum Handeln auf und rücken die SAACKE Abgasreinigung (EGCS) als wirtschaftliche Alternative zum Dual-Fuel-Antrieb – ebenfalls ein Bereich, in dem SAACKE stark involviert ist – in den Fokus.

Der Kooperationsvereinbarung mit den Tochtergesellschaften COSCO (Weihai) Shipbuilding Marine Technology Co., Ltd. (WECOSCO) und Nantong Ocean Ship Equipment Co., Ltd. (COSCOYP) ging ein halbes Jahr der Abstimmung voraus, bis die Unterschrift in der COSCOYP-Firmenzentrale in Nantong erfolgen konnte. „Unsere Abgasreinigungsanlage hat sich in der Praxis bewährt, ist hinsichtlich des Closed-Loop oder Hybrid-Verfahrens flexibel im Betrieb und ermöglicht durch das SAACKE Emission Control System die Überwachung aller Daten auch von Land aus. Dies sowie die kurze Amortisationszeit und unsere jahrelange Engineering-Erfahrung haben den Partner schnell überzeugt“, berichtet Peter Breidenich, Director Marine Systems. An der Realisierung des Projekts sind neben der Produktion im norddeutschen Bremen auch die SAACKE Fertigungsstandorte in China und Kroatien beteiligt.

SAACKE EGCS: Große Nachfrage am Markt

Der COSCO-Auftrag reiht sich damit in einen Reigen von Erfolgsmeldungen im Scrubber-Segment ein. Erst kürzlich vermeldete SAACKE den Zuschlag für einen Chemikalientanker der spanischen Reederei Empresa Naviera ELCANO, S.A., der 2019 bei der chinesischen Werft Shanhaiguan New Shipbuilding Industry Co., Ltd. vom Stapel läuft. Zuvor hatte bereits die deutsche Reederei Carl Büttner GmbH & Co. KG Abgasreinigungsanlagen samt Dampfkessel für die ersten vier von bis zu sechs Neubauten geordert, die in der chinesischen Werft Jiangsu Hantong Ship Heavy Industry Co., Ltd. entstehen.

Peter Breidenich (mittig), Director Marine Systems bei SAACKE, während der Vertragsunterschrift Mitte April im chinesischen Nantong. Mit ihm unterzeichnen Dong Bo Wang (links), Projektleiter von WECOSCO, und Hong Bo Ran (rechts), General Manager von COSCOYP, die Kooperationsvereinbarung zur Produktion und Lieferung von Abgasreinigungsanlagen.