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Heizwertarme flüssige Brennstoffe

Heizwertarme flüssige Brennstoffe

Vom Problemstoff zu Energie und Dünger

Oft enthalten flüssige industrielle Nebenprodukte nur sehr wenig Energie. Sie verfügen über einen hohen Wasseranteil und müssen teuer entsorgt werden. So zum Beispiel Sojamolasse aus der Lebensmittelproduktion oder Vinasse („Spent Wash“) aus der Bioethanolproduktion. Mit einem Wasseranteil von rund 50 % in der bereits aufkonzentrierten Lösung und nur 40 % organischen Anteilen sind Molasse und Vinasse meist ein gravierendes Umweltproblem. Sie werden wie Gülle auf landwirtschaftlichen Flächen entsorgt – mit fatalen Folgen für Grundwasser und Luft.

In der chemischen Industrie gehören ACN-Polymerlösungen oder Abwasserkonzentrate mit hohem Phenolharzanteil ebenfalls zur Gruppe heizwertarmer Flüssigkeiten, die sich mit konventioneller Feuerungstechnik nicht verwerten lassen. So enthält ACN-Polymerlösung aus der Kunststoffproduktion zusätzlich 10 % organisch gebundenen Stickstoff, während das Abwasser mit Phenolharzanteil zu rund 90 % aus Wasser besteht.

Unter dem Strich liegen die Heizwerte dieser Flüssigkeiten mit z.B. 7-10 MJ/kg bei konzentrierter Vinasse sehr niedrig, während die Viskosität mit teilweise 45 cSt bei 100 °C häufig entsprechend problematisch ist. Zudem entsteht bei der Verbrennung von Vinasse und Molasse viel Asche mit niedrigem Schmelzpunkt und macht eine besondere Kessel-Konstruktion erforderlich.

Nichtsdestoweniger können die genannten Stoffe thermisch verwertet werden – und schaffen dann eine Win-win-Situation, die das Budget und die Umwelt gleichermaßen entlastet.

Im Fall von Vinasse und Molasse spart das nicht nur erhebliche Mengen von Primärenergie, sondern erzeugt mit der Asche auch große Mengen wertvollen Düngers, was die Ökobilanz gleich doppelt verbessert.

Der SAACKE SSB-LCL basiert auf dem bewährten Drallbrenner SSB und verfügt über eine angepasste Brennermuffel, die die Verwertung auch problematischer Stoffe möglich macht. Dieser Brenner lässt sich an unterschiedlichste Flüssigkeiten anpassen, mit verschiedenen Zusatzbrennstoffen betreiben und garantiert höchste Verfügbarkeit bei niedrigsten Emissionswerten.